Teamportraits | DVV-Pokalfinale 2026
Allianz MTV Stuttgart
Allianz MTV Stuttgart hat sich mit beeindruckender Souveränität den Platz im Zoi DVV-Pokalfinale 2026 gesichert. Schon im Achtelfinale zeigte das Team von Trainer Konstantin Bitter beim 3:0 gegen den TV Waldgirmes, wohin die Reise gehen soll. Im Viertelfinale ließ Stuttgart gegen die Sparkassen Wildcats Stralsund keinerlei Zweifel aufkommen und gewann klar mit 3:0, wobei das Team über alle drei Sätze hinweg die Kontrolle behielt. Im Halbfinale traf der MTV auf den deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin und bestätigte seine überragende Form eindrucksvoll: In der SCHARRena dominierten die Stuttgarterinnen das Duell von Beginn an und setzten sich ebenfalls mit 3:0 durch. Besonders Diagonalangreiferin Pauline Martin wirkte mit ihrer konstanten Punktausbeute als Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel.
Allianz MTV Stuttgart gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Teams im deutschen Frauenvolleyball und zählt auch im Pokal regelmäßig zu den Titelanwärterinnen. Der Klub gewann den Zoi DVV-Pokal bereits fünf mal, zuletzt 2024, und möchte auch 2026 die Trophäe in die Höhe stemmen.

Der Allianz MTV Stuttgart zieht dank überragender Leistungen als Favorit ins Zoi DVV-Pokalfinale der Frauen ein.
(Foto: Frank Voß)
VfB Suhl LOTTO Thüringen
Der VfB Suhl LOTTO Thüringen hat sich nach packenden Duellen ins Zoi DVV-Pokalfinale 2026 gekämpft. Nach einem soliden Start in der frühen Pokalrunde gegen die Binder Blaubären TSV Flacht setzte sich Suhl im Viertelfinale ebenfalls deutlich mit 3:0 gegen die Skurios Volleys Borken durch. Im Halbfinale gegen den amtierenden Pokalsieger Dresdner SC entbrannte dann ein spektakuläres Duell: Die Thüringerinnen dominierten nach anfänglichem Rückstand in Satz eins das Geschehen, kämpften sich in die Partie und entschieden das eng umkämpfte Match am Ende mit 3:2 für sich.
Mit dem Finaleinzug knüpfen die Suhlerinnen an alte Erfolge an: Der erste und bisher letzte Pokalerfolg stammt aus dem Jahr 2008, damals noch im Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen. In der Saison 2010/11 erreichten die Thüringerinnen erneut das Finale, das sie mit 0:3 gegen Allianz MTV Stuttgart verloren. In den letzten vier Jahren war Suhl stets im Viertelfinale gescheitert. Das Finale 2026 kann also als Meilenstein verstanden werden. Cheftrainer Laszlo Hollosy hat seine Mannschaft in den letzten Jahren konstant entwickelt und damit den Grundstein für die diesjährige Finalteilnahme gelegt.

In einem echten Pokal-Derby gegen den Dresdner SC erkämpfte sich der VfB Suhl LOTTO Thüringen den Finaleinzug.
(Foto: Stephan Rossteuscher)
SVG Lüneburg
Die SVG Lüneburg steht nach eindrucksvollen Leistungen im Zoi DVV-Pokalfinale 2026. Schon im Achtelfinale setzten sich die Niedersachsen bei den BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe klar mit 3:0 durch. Im Viertelfinale besiegte die Mannschaft von Trainer Stefan Hübner im Niedersachsen-Derby die Helios GRIZZLYS Giesen ebenfalls 3:0 und dominierte über weite Strecken der Partie mit druckvollen Aufschlägen und sicherem Blockspiel. Im Halbfinale, vor heimischer Kulisse in der LKH Arena, machte die SVG gegen die SWD powervolleys Düren in einem hochklassigen Duell mit einem weiteren 3:0-Erfolg den Finaleinzug perfekt. Damit nehmen die Lüneburger, bei denen Kapitän Jesse Elser, Axel Enlund und Ethan Champlin zu den Leistungsträgern zählen, zum vierten Mal seit ihrem Bundesliga-Aufstieg am Finale teil.
Die SVG Lüneburg hat sich in den vergangenen Jahren als feste Größe im deutschen Spitzenvolleyball etabliert und gehört inzwischen bei allen nationalen Wettbewerben zum Favoritenkreis. Das Finale 2026 ist der nächste Anlauf auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte. 2015 spielte Lüneburg das erste Mal in Mannheim, 2019 folgte der zweite Anlauf. Besonders schmerzhaft war aus Lüneburger Sicht das Finale 2022, als man dem VfB Friedrichshafen unterlag und den ersten Pokalsieg ein drittes Mal verpasste.

Im vierten Anlauf will die SVG Lüneburg den ersten Titel im Zoi DVV-Pokal gewinnen.
(Foto: Anton Hoefel)
VfB Friedrichshafen
Der VfB Friedrichshafen steht seit 2022 erstmals wieder im Zoi DVV-Pokalfinale. Bereits im Achtelfinale zeigten die Häfler ihre Klasse, als sie die Energiequelle Netzhoppers KW klar mit 3:0 in der heimischen SPACETECH ARENA bezwangen. Im Viertelfinale gewann die Mannschaft von Trainer Adam Swaczyna auch bei der FT 1844 Freiburg souverän mit 3:0. Der Höhepunkt der bisherigen Pokalreise folgte im Halbfinale gegen den ewigen Rivalen und Titelverteidiger BERLIN RECYCLING Volleys. In einem hochdramatischen Klassiker in der ausverkauften SPACETECH ARENA behielt Friedrichshafen nach fünf intensiven Sätzen die Nerven und entschied das Duell mit 3:2 für sich. Besonders stark präsentierten sich dabei Parker Van Buren und Routinier Vojin Cacic, die mit Schlüsselaktionen den Unterschied machten und den Rekordpokalsieger zurück ins Finale führten.
Mit 17 Titeln ist der VfB Friedrichshafen der erfolgreichste Verein der deutschen Pokalhistorie. Nach dem ersten Triumph 1998 folgte zwischen 2001 und 2008 eine beeindruckende Serie von acht Pokalsiegen in Folge, die den Grundstein für die heutige Rekordbilanz legte. Auch in den 2010er-Jahren blieb der Verein regelmäßig im Titelrennen, mit Erfolgen 2012, 2014, 2015 und 2017, bevor man 2022 im Finale zuletzt den Titel holte. Gegner damals: die SVG Lüneburg.

Der Rekordpokalsieger kehrt zurück: Wie zuletzt 2022 trifft der VfB Friedrichshafen in Mannheim auf Lüneburg.
(Foto: Alexander Hoth)


